Berlin heute morgen: -9 Grad
Was macht der Akku bei Minusgraden?
Ein Aufladen der AB2000/2000S/1000S bei negativen Temperaturen erfolgt erst nach dem die interne Erwärmungsfunktion den Akku auf ca. 8 Grad gebracht hat.
Die Selbsterwärmungsfunktion (siehe unten) bringt das Innere des Akkus in den Plusbereich auf ca. +8 Grad. Erst danach startet die Ladefunktion. Erwärmen und Laden erfolgt NIE parallel.
Geheizt wird mit bis zu 70W pro Akku.
SF1200/2000
Bei SF1200 und SF2000 erfolgt das Heizen NUR mit PV Leistung.
Zusammengefasst für Hubs ohne AC: Keine PV Leistung => keine Erwärmung. Keine Plusgrade (im Akku) => keine Ladung.
SF800/Hyper & Co
Bei den AC fähigen Geräten wird die Akku Heizung über die PV Leistung bedient, wenn tatsächlich genügend Leistung vorhanden ist. Ansonsten wird vorwiegend auf das AC Netz zugegriffen. Dies ist zumindest beim SF800, SF800 PLUS und SF800 PRO so. Der SF2400AC heizt grundsätzlich über AC. Beim Hyper hat mit einem SW-Update in 2025 das Heizen mit AC auch Einzug gehalten.
Siehe Austausch hierzu im Forum: https://forum.zendure.com/d/20744
AB1000
Wichtig: Die AB1000 haben keine Heizfunktion und verweigern das Laden bei negativen Temperaturen (im Akku). Die AB1000 daher im Winter reinholen oder gut schützen vor negativen Temperaturen.
Betriebsbereiche
- Ladetemperatur
0℃~55℃
- Entladetemperatur
-20℃~60℃
- Automatische Selbsterhitzungsfunktion
-20℃~0℃
Die Heizung wird nicht mit Akkuenergie betrieben, sondern nur mit Energie von den Panels (oder mit AC).
Wie betreibt man den Akku im Winter?
Wiederholung: Das BMS ermittelt nicht zuverlässig den State of Charge (SOC)! Grundlagenwissen
Ein plötzlicher Absturz auf 0% sollte niemanden mehr überraschen. Alles im Bereich des Möglichen.
Einen umfangreichen Artikel dazu findet Ihr hier in Winterbetrieb Reloaded
Entladegrenze
Achtung Die Entladegrenze.... stoppt nur die Einspeisung ins Hausnetz, stoppt aber nicht die Entladung des Akkus, denn der Hub (jeder Hub) braucht Energie und die holt der aus dem Akku!!!
Überwachung
Auf Grund der Unzuverlässigkeit des SoC ist die Überwachung der Zellspannung fast Pflicht.
Hierzu gibt es verschiedene Methoden:
MQTT Explorer (very easy)
Shelly Script (easy)
Home Assistent (etwas Aufwand)
iobroker (Windowspaket), Zendure Integration (etwas Aufwand)
Der wirkliche Mehrwert dieser Überwachung ist, dass man seinen Akku wirklich kennenlernt. Wie verhält sich der Akku in dem Umfeld bei den entsprechenden Betriebs- und Lastbedingungen. Diese machen wirklich den Unterschied. Das macht es kompliziert.
Thermobox und Temperatur
Bild zeigt die Temperaturkurve eines Akkus (eingepackt in einer Thermobox) im Vergleich zur Außentemperatur (ein Netatmo-Sensor). Differenz fast bei 15 Grad (im Betrieb des Akkus).

Heizung
Anbei eine Kurve, die zeigt, was das System macht, wenn die Frostgrenze unterschritten werden.
- Panel 1 startet 08:20 mit fast 100W, Tendenz steigend,
- Der Akku hat 2 Grad und wird geladen. (draußen minus 10 Grad)
- 08:50 fällt die Akkutemperatur auf 0 Grad.
- Die Einspeisung wird gestoppt, das Laden des Akkus wird gestoppt.
- Mit ca. 70W (siehe Panel1 Kurve) wird nun die AB2000 Heizung angeworfen.
- Nach 20 Minuten sind 8 Grad im Akku erreicht , d.h. ca. 23Wh wurden aufgewendet.
- 09:10 nimmt das System seine Arbeit wieder auf. Heizen beendet.
- Die Einspeisung startet, das Laden des Akkus startet wieder.
- Erzeugen eure Solarpanels mehr als 72W, bleibt die übrige Leistung ungenutzt. Die Bypass Funktion des SolarFlow ist im Heizbetrieb nicht aktiv. Bei voller Heizleistung dauert es rund 50 Minuten, bis der Akku von -20°C bis auf 8°C vorgewärmt ist und die Ladung beginnen kann.
Quelle: https://www.smartzone.de/zendure-ab2000-akku-test/
