Gute Softwareentwicklung berücksichtigt nicht nur Idealbedingungen. Im Gegenteil: Korrekte Fehlerbehandlung ist praktisch das Wichtigste bei der Softwareentwicklung überhaupt! Leider zeigt sich aber, dass Zendure hier noch nicht mal die absoluten Basics hinbekommt. Von meinen Erfahrungen mit der SBV her kann ich sagen, dass da so fundamentale Fehler drin sind, dass das noch nicht mal unter Laborbedingungen richtig funktionieren kann. Die Entwickler bei Zendure haben offenbar die elektrotechnischen Grundlagen, wie Batteriemanagement funktioniert, bis heute nicht verstanden. Das zeigt sich dann an den diversen Workaroundversuchen, z.B. bei 99% Ladezustand (laut BMS) den maximalen Eingangsstrom zu begrenzen, statt den Charger in den CV-Modus gehen zu lassen (was ohne diese komische Schwelle sogar funktionieren würde!). Dabei bedenkt man aber leider nicht, dass der vom BMS gemeldete Ladezustand nicht immer so genau ist und exemplarabhängig um mehrere Prozent pro Tag driftet, und auch der Innenwiderstand (den man komplett ignoriert hat) eine Rolle spielt. Dann packt man da eine Reihenschaltung aus Akkuzellen ohne Balancer rein und wundert sich, dass einzelne Zellen in die overvoltage protection (3.65V) gehen, bevor 3.6V im Durchschnitt erreicht sind. Für die Langlebigkeit ist sowas natürlich eine Katastrophe, aber wie du schon festgestellt hast werden die allermeisten Kunden das wohl erst in ein paar Jahren merken, wenn es zu spät ist. Also außer ihre Geräte rauchen vorher aus anderen Gründen ab oder werden durch Firmwareupdates gebricked, was offensichtlich auch reihenweise vorkommt. Die Themen App und Cloud-Infrastruktur hab ich da noch nicht mal angeschnitten... da ist auch einiges im Argen.