Was ist der Unterschied zwischen RCD Typ A und B?
Übersicht mit KI
Der Hauptunterschied liegt in der Art der Fehlerströme, die die Schalter erkennen. Während der Typ A nur Wechsel- und pulsierende Gleichströme erkennt, ist der Typ B allstromsensitiv und detektiert zusätzlich glatte Gleichfehlerströme (DC), die moderne Geräte wie Wallboxen oder Photovoltaikanlagen erzeugen können.
RCD Typ A (Pulstromsensitiv)
Der Typ A ist der Standard in klassischen Haushalten. Er schützt zuverlässig an Stromkreisen, an denen herkömmliche Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen oder Fernseher betrieben werden.
Erkennt: Sinusförmige Wechselfehlerströme und pulsierende Gleichfehlerströme.
Einsatz: In fast allen normalen Wohngebäuden ohne besondere Technik.
Hinweis: Bei Geräten mit moderner Leistungselektronik kann ein solcher Gleichstrom entstehen, der den RCD Typ A "blind" macht, wodurch er im Fehlerfall nicht mehr auslöst.
RCD Typ B (Allstromsensitiv)
Der Typ B bietet ein höheres Schutzniveau und wird zwingend für komplexe, moderne Elektronik benötigt. Er detektiert Fehlerströme mit verschiedenen Frequenzen und glatte Gleichfehlerströme.
Erkennt: Alles, was Typ A erkennt, plus glatte Gleichfehlerströme (0 Hz) und hochfrequente Wechselströme.
Einsatz: Pflicht oder dringend empfohlen für Wallboxen (Elektroautos), PV-Anlagen und Wärmepumpen (Frequenzumrichter).
Noch fragen. Typ B wäre vorzuziehen. Sind die Mix SF4000 3phasig , kostet das deutlich mehr.
Zum Beispiel:
ABB DS200 FI/LS-Schalter (RCBO) 32A, 3-polig Typ B, Empfindlichkeit 30 mA ca. 450€
Oder
Schneider Electric FI iC60N 4P 32A B-Char. 30mA Typ A SI 6kA (A9D97432) ca. 265 €