Den Offgrid-Anschluss nutze ich auch, mit einem HMS-1800 und einem HM-400 dran. Wegen der flachen Modulausrichtung bringen die keine volle Leistung, aber bei gutem Sonnenstand kommen sie zusammen auf ca. 1.500 W. Damit erreiche ich am Solarflow in Spitzenzeiten einen Gesamt-Solarinput von gut 3.000 W.
Schließe ich die Module stattdessen parallel direkt am SF an, komme ich nur auf ca. 2.300–2.400 W Spitzeninput. Der Vorteil des Extra-Wechselrichters zeigt sich also vor allem im obersten Leistungsdrittel – darunter ist es fast egal, ob man die "überzähligen" Module über einen eigenen WR oder parallel am SF anschließt. Wenn der Akku bei einigermaßen Sonne also schon gegen Mittag voll ist, lohnt sich die Anschaffung eines zusätzlichen WR kaum.
Der Grund für den Leistungsverlust liegt in meinen Modul-Specs: Für den Parallelanschluss sind Module mit hoher Arbeitsspannung und entsprechend geringerer Stromstärke günstiger, weil man dann nicht so schnell an die maximale Stromstärke stößt, die der SF verarbeiten kann. Meine Module haben leider einen recht niedrigen Wert um die 34V.
Beim SolarFlow 2400 Pro liegt das Maximum pro MPPT bei 750 W UND 18 A. Daraus ergibt sich, welche Arbeitsspannung ein Modul (oder die Modul-Kombination) braucht, um dieses Limit wirklich auszunutzen:
41 V Arbeitsspannung → volle 750 W möglich (18 A × 41 V ≈ 750 W)
38 V Arbeitsspannung → bei nur 684 W ist Schluss (18 A × 38 V)
34 V Arbeitsspannung → bei nur 625 W ist Schluss (18 A × 31 V)
Je niedriger die Arbeitsspannung, desto eher limitiert also die 18-A-Grenze und der MPPT bleibt unter seiner 750-W-Kapazität.