Also wenn der SolarFlow da nur 300W als Eingang anzeigt, werden (falls es kein Anzeigefehler ist) auch nur 300 Watt ankommen. Für den SolarFlow ist es auch gar nicht möglich, die über den Offgrid ankommende Leistung zu drosseln, daher spielt hier die eingestellte maximale Ladeleistung keine Rolle - die bezieht sich ausschließlich auf den netzseitigen AC-Anschluss.
Mikrowechselrichter sind in der Regel darauf programmiert, auf "Gedeih und Verderb" ihre maximale oder programmierte Leistung ins Netz zu drücken. Nach Spannung und/oder Frequenz regeln so gut wie keine Modelle. Der SF ist also gezwungen, sämtliche über den Offgrid ankommende Leistung abzunehmen. Tut er das nicht, würde die effektive Spannung immer weiter ansteigen, bis die Sicherheitsabschaltung des Wechselrichters oder die des Solarflow greift. Im ersteren Fall schaltet sich der WR ab, im zweiten Fall schaltet der SF die Offgrid-Steckdose ab, womit der WR seine "Führspannung" verliert und ebenfalls abschaltet.
Das bezieht sich wohlgemerkt nur auf die Nutzung am Offgrid-Anschluss, an netzseitigen AC-Anschluss gelten andere Regeln.
Der Fehler ist hier also mit hoher Wahrscheinlichkeit am Hoymiles zu suchen - entweder nutzt er einige Anschlüsse nicht oder er ist softwaremäßig gedrosselt. Letzteres findest Du wohl nur mit Hilfe einer Hoymiles-DTU oder OpenDTU nebst passender Hardware heraus.
Du könntest versuchen, den Hoymiles mal nur mit einem oder zwei Modulen zu betreiben und schauen was passiert. Aber bitte die MC4-Stecker zu dem Modulen nicht unter Last abziehen, das kann unschöne Effekte nach sich ziehen.
Ich hab übrigens an meinem SF2400 Pro zwei Hoymiles-Wechselrichter am Offgrid hängen - seit dem letzten Firmwareupdate funktioniert das auch vernüftig, weil der SF mit der alten Firmware bei Leistungsüberschuss einfach den Offgrid abgeschaltet hat, statt die direkt angeschlossenen Module erstmal zu drosseln.