Auf den ersten Blick mag das so wirken, aber die Software macht es technisch scheinbar anders. Das System übernimmt den Messwert eben nicht 1:1 als festes Output-Limit, sondern nutzt ihn als Variable, die es zwingend auf 0 Watt drücken möchte.
Zur Veranschaulichung meiner baulichen Situation: Von meinem Hauptsicherungskasten gehen zwei separate Stränge ab – einer zum Haus, einer in den Garten. Im Hauptsicherungskasten selbst kann ich den Shelly baulich nicht anbringen, darum sitzt er in der Unterverteilung des Hauses.
Ich habe den SolarFlow gerade testweise an eine Außensteckdose des Hauses angeschlossen, die vom Shelly messtechnisch mit erfasst wird – hier funktioniert das System wie gewünscht..
Regulär ist die Solaranlage aber an einer Steckdose im Gartenstrang angeschlossen, die vom Shelly eben nicht abgedeckt wird. Würde mein Haus nun 300 Watt ziehen und der SolarFlow 300 Watt einspeisen, würden meine Geräte physikalisch ja trotzdem weiterhin diese 300 Watt verbrauchen. Der Shelly am isolierten Hausstrang würde also dauerhaft 300 Watt messen, da er die Einspeisung aus dem Garten nicht gegenrechnen könnte.
Der SolarFlow würde auf den Shelly schauen und schlussfolgern: 'Der Bedarf liegt immer noch bei 300 Watt! Meine Einspeisung reicht nicht!' und würde den Output in einer Schleife immer weiter erhöhen, bis die 800-Watt-Grenze erreicht wäre.